Dienstag, 22. Januar 2013

Zitat zum Unterschied zwischen Palliativmedizin und Palliative Care


Der Unterschied zwischen Palliativmedizin und Palliative Care ist vielen Menschen nicht klar.  Dr. med. Andreas Weber, Palliativmediziner im Zürcher Oberland,  erklärt ihn in einem Interview so:

„Palliativmedizin ist nur ein Aspekt im Rahmen einer umfassenden interdisziplinären Betreuung, die als Palliative Care bezeichnet wird. «Palliare» heisst, den Mantel um jemanden legen. Auf die Situation von Schwerkranken übertragen bedeutet es, dass ein Team spezialisierter Fachleute die Patienten auf physischer, psychischer, spiritueller oder sozialer Ebene je nach Bedarf unterstützt. Der medizinische Aspekt, beispielsweise die Schmerzlinderung bei Krebskranken, ist dabei nur ein Element. Palliative Care will den Menschen die Möglichkeit geben, noch die Dinge zu erledigen, die ihnen wichtig sind, und sie sollen die letzte Zeit dort verbringen können, wo es ihnen am wohlsten ist.“

Quelle:
https://www.sanitas.com/content/pfsnew/de/index/interview/AndreasWeber.html


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Montag, 21. Januar 2013

Bündner Fachtagung "Palliative Care in der Langzeitpflege"


Am 13. Juni 2013 findet in Landquart eine Fachtagung statt zum Thema "Palliative Care in der Langzeitpflege -  für ein gutes Leben bis zuletzt".  Neben Referaten sind mehrere Workshops vorgesehen. Nähere Details folgen im April auf der Website des Vereins Palliativnetz Graubünden mit Sitz in Chur.
Die Organisation wurde 2007 gegründet, ist eine Sektion von palliative.ch und setzt sich für die Palliative Care im Kanton Graubünden ein.

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Sonntag, 20. Januar 2013

Zitat zu Palliative Care und Sterbehilfe


"Ich finde, Menschen in gesunder Verfassung sollten die Sterbehilfe nicht grossmäulig ablehnen. Wir wissen nicht, wie es uns ergeht, wenn wir eine Krebsdiagnose erhalten und an starken Schmerzen leiden. Die Palliativmedizin kann nicht in allen Fällen helfen. Ich hoffe zwar, dass dies kein Grund für mich wäre, Suizidhilfe in Anspruche zu nehmen. Aber es wäre vermessen, das jetzt schon zu entscheiden."

Markus Arnold (59), Theologie und Sozialethiker, zum Thema Suizidhilfe in einem Interview mit der Winterthurer Tageszeitung "Der Landbote" vom 18. Januar 2013.
Anlass war eine Veranstaltungsreihe "Tabu Tod - reden wir darüber" in Winterthur, an der Arnold eine Einführung in die "Sterbeethik" gab. Er arbeitet als Ethikdozent und Studienleiter am Religionspädagogischen Institut der Universität Luzern.
 
Quelle:

http://kipa-apic.ch/index.php?pw=&na=0,0,0,0,d&ki=239170


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Palliative Care in der Schweiz


Zur Orientierung hier einige Informationen über die Palliative Care-Landschaft in der Schweiz.

Fachgesellschaft für Palliative Care in der Schweiz: Palliative ch



Im Jahr 1988 wurde palliative ch gegründet, die Schweizerische Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung. Sie zählt heute bereits gegen 2'000 Mitglieder und ist eine multiprofessionelle Fachgesellschaft, deren Mitglieder sich aus allen Berufsgruppen rekrutieren, die am Krankenbett tätig sind: Pflegende, Ärztinnen und Ärzte, Seelsorger und Seelsorgerinnen, Freiwillige und weitere Berufsgruppen.
Als Dachgesellschaft fördert palliative ch die Verbreitung der Palliative Care in der Schweiz, verbessert den Zugang betroffener Menschen und ihrer Angehörigen zu Palliative Care und setzt sich die Qualität von Palliativmedizin, Palliativpflege und weiterer palliativer Begleitung ein.

Die Dachgesellschaft palliative ch ist in den verschiedenen Kantonen durch Sektionen vertreten.
Für die Deutschschweiz sind das:

Palliative Aargau in Baden: http://www.palliative-ag.ch/

Palliative Ostschweiz für die Kantone St. Gallen, beide Appenzell, Thurgau, Glarus: http://www.palliative-ostschweiz.ch/

Palliative bs+bl in Laufen für die Kantone Basel Land und Basel Stadt: http://www.palliativnetz.ch/

Palliative Netzwerk Kanton Bern: http://www.palliativebern.ch/

Palliative gr in Chur für den Kanton Graubünden: http://www.palliative-gr.ch/

Palliative Zentralschweiz für die Kantone Luzern, Nidwalden,  Obwalden, Schwyz, Zug und Uri: http://www.palliative-zentralschweiz.ch/

Palliative Care Solothurn: http://www.palliativecare-so.ch/

Palliative zh+sh für die Kantone Zürich und Schaffhausen: http://www.pallnetz.ch/


Über die jeweiligen Sektionen sind regionale Angebote für Palliative Care zu finden.

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Freitag, 18. Januar 2013

23. Januar 2013: Informationsanlass zur Palliative Care im Kanton Zug


Am Mittwoch, 23. Januar 2013, von 19.00 bis 20.30 Uhr, veranstaltet Palliative Zug einen Informationsanlass zum Thema „Palliative Care im Kanton Zug – zwischen Wunschdenken und Wirklichkeit“.

Ort: Zuger Kantonsspital, Landhausstrasse 11, 6340 Baar
(Konferenzraum 1, 1. OG)


Mit der nationalen Strategie wollen Bund und Kantone Palliative Care im schweizerischen Gesundheits- und Sozialwesen verankern. Dadurch soll für schwer kranke und sterbende Menschen der Zugang  zu angepasster Medizin, Pflege und Begleitung geschaffen werden. Wie es um die Palliativ-Versorgung im Kanton Zug steht und welche Massnahmen sind dringend erforderlich sind, ist an diesem Informationsanlass zu erfahren Die Referenten informieren über medizinische und soziale Aspekte und gehen auf die Fragen aus dem Publikum ein.

Als Referenten sind eingeladen  Dr. med. Teresa de Zulueta, Fachärztin für Innere
Medizin und Onkologie FMH, leitende Ärztin am Zuger Kantonsspital, und
Dr. med. Roland Kunz, Chefarzt Geriatrie und Palliative Care Spital
Affoltern am Albis.

Der Anlass ist öffentlich, eine Anmeldung nicht nötig und der Eintritt frei.


Info betreffend Palliative Care im Kanton Zug: www.palliativ-zug.ch


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Palliative Care: Mehr Forschung in der Palliativmedizin gefordert


Palliative Care und Palliativmedizin waren Thema am 92. Aachener Hospizgespräch.

An dieser Veranstaltung verlangten Palliativmediziner für ihr Fach mehr Studien, wobei auch die Pflegewissenschaft einbezogen werden soll.
In der Palliativmedizin müssten die Forschungsanstrengungen deutlich ausgeweitet werden.
Das sei notwendig, um die künftigen Herausforderungen in der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen zu meistern - und um der Fachrichtung einen festen Platz in der Medizin zu sichern.
Das sagte Professor Friedemann Nauck, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, beim 92. Aachener Hospizgespräch.
Es brauche Forschung, um in der Medizinwelt Anerkennung zu finden, erklärte Nauck. Die Behandlungsentscheidungen müssten wie in den anderen Bereichen der medizinischen Versorgung auf einer evidenzbasierten Basis erfolgen.
Ohne Evidenz werde es auf Dauer schwierig, die hospizliche und palliative Versorgung flächendeckend auf ein qualitativ hohes Niveau zu bringen.
Therapieziele, Behandlungsprioritäten und Behandlungskonzepte in der Palliativmedizin sollen ebenso zum Forschungsgegenstand werden wie die Einbeziehung der Angehörigen und ethische Fragestellungen.
Die Palliativmedizin sei multiprofessionell und brauche multiprofessionelle Forschung, forderte Nauck. Wichtig sei der Einbezug der Pflege.
In den Forschungsteams fehlten bislang die Pflegewissenschaftler, sagte Professor Michael Ewers, Direktor des Instituts für Medizin-, Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft an der Charité in Berlin.
Die Pflegewissenschaft müsse sich mit eigenen Themen beteiligen. Erforscht werden müsse, welche pflegerischen Interventionen am Lebensende besser seien als andere.
Auch die Pflegenden benötigten für ihre Arbeit verstärkt eine wissenschaftliche Basis, auf die sie sich berufen können. Die Pflegeforschung fördere die Beantwortung von Fragen zur Situation chronisch kranker Menschen.

Quelle:
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/sterbehilfe_begleitung/article/827016/viele-fragen-palliativmediziner-fordern-forschung.html


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Zitat zum Thema Palliative Care / Palliativmedizin


Das Zitat von Roland Kunz handelt von fragwürdigen Anreizen in der Medizin und von problematischen Abrechnungsregeln in Palliativmedizin & Palliative Care:

»Unser Gesundheitssystem ist auf grenzenlose Machbarkeit ausgerichtet. Und so fahre ich als Arzt besser, wenn ich einem Patienten am Lebensende eine Chemotherapie empfehle und dafür Zehntausende von Franken finanziert bekomme, als wenn ich mit ihm über seine Angst vor dem Sterben rede. Derlei Gespräche brauchen viel Zeit, werden aber kaum finanziert.«

Roland Kunz ist  einer der Pioniere der Schweizer Palliativmedizin und Chefarzt am Spital Affoltern.
Quelle:
http://www.zeit.de/2013/03/Palliativmedizin-Kosten-Schweiz/seite-2

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